Kooperativ Wohnen
Von der Siedlerbewegung zu aktuellen solidarischen Wohnprojekten
10.10.2015 14:00 - 17:00 Wien Museum, Karlsplatz 8 | 1040 Wien | 13.45 Uhr (pünktlicher Start!) | Erreichbarkeit: U1, U2, U4 Karlsplatz, Ausgang Resselpark

Eine Stadtexkursion von urbanize! in Kooperation mit dem Wien Museum | Beschränkte TeilnehmerInnenzahl 30 Personen. Verbindliche Anmeldung unter http://www.wienmuseum.at/de/veranstaltungen.html | Achtung: Gültigen Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel mitbringen.

Abseits des etablierten Wohnungsangebots entstanden immer wieder alternative Ansätze zur gemeinschaftlichen Realisierung von Stadt- und Wohnraum: Von der Wiener Siedlerbewegung der 1920er-Jahre, über partizipative Wohnvorhaben in den 1980ern bis zu gegenwärtigen Formen des solidarischen Zusammenlebens. Die Tour Kooperativ Wohnen begibt sich mit drei exemplarischen Projekten auf Erkundungstour von der Vergangenheit bis zur Gegenwart.


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Produktion und Verteilung von Wohnraum werden überwiegend durch die Mechanismen des Marktes oder durch die wohlfahrtsstaatliche Versorgung reguliert. Darüber hinaus entstanden aber immer wieder alternative Ansätze zur gemeinschaftlichen Realisierung von Stadt- und Wohnraum mit sehr unterschiedlichen Motivationen.

Station 1 der Stadterkundung führt zum Gebiet der Siedlung Bruckhaufen, die noch Überreste eines anfänglich nicht-legalen „wilden“ Siedelns aufweist. Rund um die Miststätte des Gaswerks Zwischenbrücken waren im Selbstbau Brettldörfer entstanden, die immer wieder um ihr Dasein kämpfen mussten und von denen schließlich nur der Bruckhaufen übrig blieb. Nicht weit davon fand Jahrzehnte später eine Gruppe von Studierenden Raum, um ihre Ideen eines gemeinschaftlichen, kindgerechten Wohnens zu verwirklichen: Wohnen mit Kindern wurde zu einem Pionierprojekt im selbstverwalteten Wohnen. Unter den gegenwärtigen Bemühungen um ein solidarisches Zusammenleben tritt VinziRast mittendrin als ein besonderes Projekt hervor: Hervorgegangen aus den Uni-brennt-Protesten 2009 ist gemeinsam mit den Team des VinziRast-Cortihaus und dem Architekturbüro Gaupenraub +/- ein Haus entstanden, das Raum für Wohngemeinschaften von Studierenden und ehemals Wohnungslosen bietet und zum Treffpunkt fürs ganze Grätzl wurde.

Gemeinsam ist den drei unterschiedlichen Ansätzen ihr großes Maß an Eigenengagement und ihr starker Wille, welche die Lebenswirklichkeiten der Beteiligten entscheidend geprägt haben. Kooperativ Wohnen spürt anhand der 3 Projekte historischen Spuren und aktuellen Ideenwelten nach und diskutiert die Freuden und Tücken des gemeinsamen Bauens, Wohnens und Lebens.

Kostenbeitrag: Freie Spende!

Beschränkte TeilnehmerInnenzahl 30 Personen. Verbindliche Anmeldung unter http://www.wienmuseum.at/de/veranstaltungen.html.

Treffpunkt: Wien Museum, 13.45 Uhr (pünktliche Abfahrt!)
Erreichbarkeit: U1, U2, U4 Karlsplatz, Ausgang Resselpark

Achtung: Gültigen Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel mitbringen.

Konzeption: Michael Klein, Martina Nußbaumer
Führung: Michael Klein

Michael Klein Studium der Architektur, Arbeiten in den Bereichen Architektur, Urbanismus und Wohnungswesen.

Martina Nußbaumer
Historikerin, Kuratorin im Wien Museum und Radiojournalistin (Ö1); Arbeiten zu Stadt- und Kulturgeschichte, urbane soziale Bewegungen, öffentlicher Raum.

Eine Stadtexkursion von urbanize! in Kooperation mit dem Wien Museum.


KATEGORIEN: Stadt-Praxis

TAGS: Solidarität, Wohnen, Siedlerbewegung, Baugruppen, Selbstorganisation, Partizipation, Stadtexpedition

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